Die Jüdisch-Christliche Begegnungs- und Kulturwoche feiert die jüdische Kultur mit Konzerten, Lesungen oder auch dem traditionellen Dreidel-Spiel. Daneben bieten Vorträge zum jüdischen Leben in Deutschland, Chanukka, aber auch über das Thema Antisemitismus und die Erinnerung an den Holocaust ein vielfältiges Programm.
Mehr über Chanukka

Nach der Eroberung des Landes Israel im Jahre 200 v. Chr. durch die Seleukiden war es den Juden verboten, ihren Glauben auszuüben. Auf die Beschneidung und das Halten des Schabbats stand die Todesstrafe. Schließlich wurde der Tempel in Jerusalem entweiht und eine Zeus-Statue darin aufgerichtet. Unter der Führung der Makkabäer gelang es den Hebräern völlig unerwartet, die zahlenmäßig und militärisch überlegenen Hellenisten zu vertreiben, und der Tempel konnte neu eingeweiht werden. Für den Tempelleuchter fand man allerdings nur einen kleinen Krug reinen Öls, das für einen Tag brennen würde. Durch ein Wunder brannte es jedoch acht Tage lang, bis man neues reines Öl gewonnen hatte.

Sonntag, 28. Nov. 2021 – 18:00 Uhr
Entzünden der ersten Kerze

Die erste Kerze an Erev Chanukka entzünden wir in diesem Jahr auf der Platanenallee in Tübingen. Herzliche Einladung vor Ort dabei zu sein!

Montag, 29. Nov. 2021 – 18:30 Uhr
„Die vergessenen jüdischen Flüchtlinge“
Ausstellungseröffnung mit einem Kurzvortrag und musikalischer Begleitung

Juden lebten schon seit Jahrtausenden in den arabischen Ländern und viele der Gemeinden reichten in die vorislamische Zeit zurück. Mit dem Aufstieg des arabischen Nationalismus und dem Konflikt um das historische Palästina begannen die neuen arabischen Regime eine Kampagne gegen die jüdischen Bürger ihrer Länder. Eine Ausstellung, die das Schicksal der 850.000 Juden in arabischen Ländern und Iran porträtiert, die nach der Staatsgründung Israels aus ihren Heimatländern vertrieben wurden.

Teilnahme:
Per YouTube Stream, ausschließlich online

Hier geht es zum Livestream: https://youtu.be/RKvn6MEOSgE

Dienstag, 30. Nov. 2021 – 18:30-19:30 Uhr

Chanukka Feier auf der Tübinger Platanenallee
Kreative Feier mit Liedern und Tänzen und dem Anzünden der Kerzen.

Ort:
Platanenallee unterhalb der Neckarbrücke

Bitte beachten:
Während der Veranstaltung muss eine medizinische oder FFP-2 Maske getragen werden. 

Auch online unter: 

https://youtu.be/mV5b6Re0VMg

Mittwoch, 01. Dez. 2021 – 19:00 Uhr
„Juden am Broadway – Musicalautoren und ihre Geschichten“

Galaabend mit der israelischen Mezzosopranistin Shai Terry
Jüdische Komponisten und Texter haben die Musicalwelt über Jahrzehnte maßgeblich geprägt. Viele von ihnen fanden in den USA eine neue Heimat, nachdem sie in Europa Pogromen und Verfolgung ausgesetzt waren. Musicals wie Les Miserables, West Side Story, Ein Amerikaner in Paris, The Sound of Music sind weltberühmt geworden, doch die Geschichten der Autoren sind weniger bekannt.
Freuen Sie sich auf einen Musical-Abend mit Musik, Tanz und spannenden Biografien vom Broadway.

Eintritt:
Frei.

Ort:
Eisenbahnstraße 126, 72072 Tübingen

Bitte beachten:
Für die Veranstaltung gilt nach der aktuellen Corona-Verordnung eine 2G+-Regelung (Geimpft, Genesen).
Bringen Sie Ihren Ausweis, den Impf-oder Genesenennachweis und einen Nachweis über einen tagesaktuellen Schnelltest mit.
Bitte finden Sie sich aufgrund von Einlasskontrollen rechtzeitig ein.

Donnerstag, 02. Dez. 2021 – 19:00 Uhr
Auf den Spuren der Sepharden“

Sephardische Juden leben in verschiedenen Teilen der Welt, und doch verbindet sie alle eines – ihre Wurzeln auf der Iberischen Halbinsel. Es ist der Ort, den ihre Vorfahren Sefarad nannten und der im heutigen modernen Hebräisch immer noch Spanien bedeutet.

Über Jahrhunderte blühte jüdisches Leben in Sefarad, bis Pogrome, Zwangskonvertierungen und Bedrückung überhandnahmen. 1492 mussten sie Spanien verlassen oder als „Neue Christen“ unter der Hand der spanischen Inquisition leben. Ein Vortrag, der uns auf den Spuren der Sepharden bis nach Lateinamerika bringt, wo bis heute jüdische Bräuche in Familien und ganzen Dörfern gepflegt werden.

Teilnahme:
Per Zoom ausschließlich online

Anmeldung unter info@marschdeslebens.org

Samstag, 04. Dez. 2021– 15:30 Uhr
Geschichten der aschkenasischen Juden“

Vor dem 2. Weltkrieg wurde Jiddisch von ca. 12 Millionen Juden im Alltag gesprochen. Es ist der Schlüssel zu einer faszinierenden Kultur, die vor 1.000 Jahren im Rheinland entstand und in Osteuropa zur Blüte kam. Als Hybride aus Mittelhochdeutsch, Hebräisch, slawischen und anderen Sprachen ist Jiddisch ein Genuss für alle Sprachliebhaber.

Lassen Sie sich in die spannende Welt der jiddischen Sprache durch Lieder und Erzählungen mit reinnehmen. Ein Workshop für alle, die Interesse am Jiddischen haben – auch ohne Vorkenntnisse.

mit Anmeldung unter info@marschdeslebens.org

Ort:
Kronenstraße 9, 72072 Tübingen

Bitte beachten:
Für die Veranstaltung gilt nach der aktuellen Corona-Verordnung eine 2G+-Regelung (Geimpft, Genesen).
Bringen Sie Ihren Ausweis, den Impf-oder Genesenennachweis und einen Nachweis über einen tagesaktuellen Schnelltest mit.
Bitte finden Sie sich aufgrund von Einlasskontrollen rechtzeitig ein.

Wollen Sie selbst auch die Kerzen bei sich zuhause anzünden und damit ein Zeichen der Verbundenheit mit dem jüdischen Volk setzen? Dann registrieren Sie sich hier. Auf Wunsch können wir Ihnen eine kleine Anleitung für das Kerzenanzünden zusenden.

Folgende Städte sind 2021 dabei:

  • Albstadt
  • Amtsberg
  • Annaberg-Buchholz
  • Augsburg
  • Berlin
  • Crimmitschau
  • Düsseldorf
  • Genf (Schweiz)
  • Halle
  • Herrenhut
  • Herrnhut
  • Lindenberg i. Allgäu
  • Leipzig
  • Mössingen
  • Renningen
  • Saaldorf Surheim
  • Theresienfeld (Österreich)

  • Tübingen
  • Ueckermünde

Spenden

Mit Ihrer Spende ermöglichen Sie die Arbeit des Marsch des Lebens. Dazu gehören die Chanukka-Tage, aber auch die weltweite Durchführung und Mobilisation öffentlicher Events für Israel und gegen Antisemitismus.

Mit diesen Chanukka-Tagen möchten wir darüber hinaus ein besonders Projekt von MAKKABI Deutschland e.V. unterstützen.

Die Maccabiah ist die größte internationale jüdische Sportveranstaltung und die drittgrößte Sportveranstaltung der Welt – nach Olympischen und Paralympischen Spielen.

1895 wurde in Konstantinopel der erste jüdische Turnverein gegründet, der zweite 1898 in Berlin. Deutschland und insbesondere Berlin spielten für die Bildung der zionistischen Turnvereine und für die Bildung der Makkabiade (alle vier Jahre in Israel stattfindende, größte internationale jüdische Sportveranstaltung) die zentrale Rolle. Im Zuge des Berliner Vereins wurden in ganz Deutschland und im Ausland weitere Vereine gegründet.

Bis zur Machtergreifung der Nazis gab es etwa 90 Jüdische Sportvereine in ganz Deutschland.

Erst 1950 wurde wieder eine Maccabiah ausgetragen. Die nächste folgte 1953. Danach wurde analog den Olympischen Spielen ein Rhythmus von vier Jahren festgelegt. Die Maccabiah in Israel ist das Highlight der deutsch-jüdischen Sportler und Sportlerinnen. 2022 findet die nächste Maccabiah statt. Doch nicht jeder kann sich die Reisekosten leisten. Dafür wurde ein Spendentopf eingerichtet, mit dem allen Sportlern die Teilnahme ermöglicht werden soll.

Die Hälfte der gesammelten Spenden wird in dieses wertvolle Projekt fließen.

Spenden Sie online oder an

Marsch des Lebens e.V.

IBAN: DE42 6415 0020 0001 8238 60

Spendenzweck: Chanukka 2021

Jetzt teilnehmen

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