Zu Gast bei Freunden – Begegnungen in der Sukka

Unter dem Titel „Sukkot XXL“ im Rahmen des Jubiläums 1700 jüdisches Leben in Deutschland luden die jüdischen Gemeinden in Deutschland dazu ein, vom 20. bis 27. September mit ihnen zusammen Sukkot als Begegnungsfest zu feiern. Das einwöchige Fest erinnert an die Wüstenwanderung Israels beim Auszug aus Ägypten und wird in Gemeinschaft von Freunden, Nachbarn und Familie verbracht.

In Tübingen wurde an Erev Sukkot eine Sukka aufgestellt, die für 24 Stunden für Besucher geöffnet war. Mit einem Gottesdienst auf dem Marktplatz, der von zahlreichen kreativen Beiträgen, Freude und Tanz geprägt war, startete die TOS Gemeinde Tübingen zusammen mit dem Marsch des Lebens in das Fest. Zahlreiche Passanten blieben stehen, stellten Fragen und verweilten anschließend teilweise Stunden in der gemütlichen Laubhütte.

Auch im Marsch des Lebens Haus in Caesarea, Israel blieb die Sukka nicht leer. Eine 88- jährige Holocaustüberlebende aus Or Akiva genoss es, erstmals seit vielen Jahren wieder in einer Laubhütte sitzen zu können, weil sie selbst keine mehr bauen konnte und dieses Erlebnis vermisst hatte. Auch die Holocaustüberlebenden Shlomo ond Yael Hameriri kamen zu Besuch. Shlomo Hammer/Hameriri wurde 1934 in Lviv geboren. Im Jahr 1941 überfiel die deutsche Wehrmacht die Stadt. Shlomo erzählt, dass dieser Tag das Ende seiner Kindheit bedeutete. Der Großvater wurde vor seinen Augen von SS-Männern und deren Helfern ermordet. Nach diesem grausamen Erlebnis konnte er lange Zeit nicht sprechen. Shlomo kam mit dem Flüchtlingsschiff „Exodus 1947“ nach Israel und war bereits auf verschiedenen Märschen des Lebens.

Sehen Sie hier das Open-Air Event auf dem Tübinger Markplatz.

 

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