STOPPT DEN VIRUS DES ANTISEMITISMUS

Internationale Onlinekonferenz der Marsch des Lebens Bewegung findet weltweit starke Beachtung

Anlässlich des jüdischen Gedenktags Jom haSchoa führte der Marsch des Lebens in Kooperation mit der Gedenkstätte Yad Vashem in Tübingen eine Onlinekonferenz durch. Zahlreiche Vertreter jüdischen Lebens, Politiker und Diplomaten und Marsch des Lebens Direktoren aus 24 Nationen waren mit ca. 10.000 Teilnehmern online miteinander verbunden.

Unter ihnen waren mit Grußworten aus Deutschland vertreten: die Ministerpräsidenten Reiner Haseloff (Sachsen-Anhalt) und Michael Kretschmer (Sachsen) sowie Frank Müller-Rosentritt, MdB. Aus Israel: Gila Gamiel (Ministerin für soziale Gleichheit), Sharren Haskel (Knessetabgeordnete), Shaya Ben Yehuda (Direktor für Internationale Beziehungen Yad Vashem), die israelischen Botschafter: Dov Segev-Steinberg (Finnland), Ariel Rosenstein (Peru) und Alexander Ben Zvi (Polen) sowie als Vertreter jüdischer Gemeinschaften: András Heisler (Präsident des Bundes der jüdischen Gemeinden in Ungarn und Vizepräsident des World Jewish Congress), Steven Jaffe (Berater für Jüdische Gemeindeorganisationen im Vereinigten Königreich), Alfredo Goldschmidt (Oberrabbiner von Kolumbien), Zsolt Balla (Oberrabbiner von Sachsen), Max Privorozki (Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde in Halle), Michael Kashi (Vorstandsmitglied der IRGW), Boris Zabarko (Präsident der ukrainischen Vereinigung der Überlebenden der Konzentrationslager und Ghettos) und als Ehrengäste die Holocaustüberlebenden: Dr. Anna Steinberger (USA), Ari Itamar (Israel) und Peter Kardos (Oberrabbiner, Ungarn).

Die Marsch des Lebens Bewegung bringt in jedem Jahr rund um das Datum des jüdischen Holocaustgedenktages Jom HaSchoa Zehntausende Menschen auf die Straßen, die weltweit ihre Stimmen für Israel und gegen Antisemitismus erheben. Aufgrund der Corona-Pandemie mussten ausnahmslos alle Veranstaltungen 2020 abgesagt werden.

In Kooperation mit Yad Vashem wurde eine 24-stündige Namenslesung der Opfer des Holocaust von Teilnehmern aus 24 Ländern durchgeführt, die dann in die Online-Konferenz in Tübingen: „Stoppt den Virus des Antisemitismus“ mündete.

Die Ministerpräsidenten Dr. Reiner Haseloff (Sachsen-Anhalt) und Michael Kretschmer (Sachsen) stimmten in ihren Grußworten darin überein, dass Erinnerung, Wachsamkeit und ein entschlossenes Auftreten gegen Antisemitismus in dieser Zeit nötig sind.

Jobst Bittner, der Initiator und Präsident des Marsch des Lebens erinnerte in seiner Eröffnungsrede an die Versprechen der 55 Staatsoberhäupter bei dem World Holocaust Forum Anfang Januar, den Antisemitismus zu bekämpfen und mahnte: „Wer in Zeiten der Corona-Krise schweigt, lebt in Zukunft gefährlich“.

Steven Jaffe (Berater für Jüdische Gemeindeorganisationen im Vereinigten Königreich) sagte: „Ich habe gesehen, wie sich die Marsch des Lebens Bewegung ausbreitet und die Herzen vieler jüdischer Menschen berührt. Während die ganze Welt aufgrund des Virus im „Lockdown“ ist, erleben wir, wie diese Krise weltweit ein Nährboden für Antisemitismus ist. Vielen Dank, dass ihr in dieser Zeit auch online gegen Antisemitismus aufsteht!“

In einer Zeit des Gedenkens sang der sächsische Landesrabbiner Zsolt Balla das jüdische Gebet „El Male Rachamim“. Anschließend wurden zur gleichen Zeit von den Teilnehmern auf der ganzen Welt zur Erinnerung an den Tod von 6 Millionen Juden sechs Kerzen angezündet.

Der internationale Direktor und Vorsitzende des Marsch des Lebens Heinz Reuss rief dazu auf, mit verstärkter Kraft im Jahr 2021 Märsche des Lebens in jeder Stadt und in jedem Land rund um Jom HaSchoa durchzuführen.

Abschließend meinte der Oberrabbiner Alfredo Goldschmidt aus Kolumbien: „Als Kind hatte ich immer das Gefühl, alleine zu sein. Aber durch das, was ihr als Marsch des Lebens tut, fühlen wir als jüdische Nation und Juden weltweit, dass wir wirklich wahre Freunde haben, wahre Freunde die uns in guten und schlechten Zeiten nicht alleine lassen. Gott segne euch!“

Die Aufnahme der Onlinekonferenz mit allen Grußworten kann auf dem Marsch des Lebens YouTube-Channel in Englisch, Deutsch, Spanisch, Russisch und Polnisch angesehen werden: www.youtube.com/marchoflife