Marsch des Lebens feiert das jüdische Neujahr mit Rosh haShana Night

„Ein gutes und süßes neues Jahr“ – das wünscht man sich traditionell zum jüdischen Neujahr Rosch HaSchana mit Apfel und Honig. Ein fröhliches Fest, das den Gott Israels als König der Welt und über alle Völker krönt. Gemeinsam mit den Marsch des Lebens Direktoren feierten wir die Rosh HaShana Night, die live auf YouTube zu sehen war.

Nach eineinhalb Jahren, in denen die Corona-Pandemie den Alltag weltweit verändert und bestimmt hat, kamen die Marsch des Lebens Direktoren aus 10 Nationen in Tübingen zur Neuausrichtung zusammen. Trotz der zahlreichen Einschränkungen ist der Marsch des Lebens in Bewegung geblieben und hat vielerorts sogar Wachstum und Ausbreitung erlebt. Yuli Edelstein, Vorsitzender des Knesset Christian Allies Caucus, ehrte dieses Engagement für Israel und gegen Antisemitismus mit einem Grußwort. Darin drückte er seine Dankbarkeit aus: „Dass ihr immer noch Veranstaltungen mit dem Marsch des Lebens durchführt und mit Israelflaggen an verschiedenen Orten auf der ganzen Welt marschiert, um die Erinnerung an den Holocaust wach zu halten und uns helft, Antisemitismus zu bekämpfen.“

Arie Itamar, Holocaustüberlebender aus Israel, wurde in Odessa geboren und konnte mit dem letzten Zug vor dem Einmarsch der Wehrmacht nach Zentralasien fliehen. Doch in der Sowjetunion spielte seine jüdische Identität keine große Rolle. Daher war sein erstes Rosch HaSchana Fest in einem DP-Camp in Deutschland 1946 bei München, bevor er auf dem Flüchtlingsschiff „Exodus 1947“ nach Israel ausreiste.

Mit Rosch HaSchana beginnen die zehn Tage der Umkehr, in der Gott Gericht über die Welt hält und sein Urteil am Versöhnungstag Jom Kippur besiegelt. Zehn Tage, in denen es die Gelegenheit gibt, sein eigenes Handeln zu hinterfragen, zu überprüfen und Beziehungen zu klären. Rozalie Jerome, Direktorin der Märsche in Texas/USA und Nachkomme von Holocaustüberlebenden, erklärte die Bedeutung des Festes und wie es für sie persönlich mit der Botschaft der Versöhnung vom Marsch des Lebens real wurde. Vergebung sei nie eine Sache des Gefühls, sondern ein Gebot Gottes, zu dem jeder sich entscheiden könne.

Marsch des Lebens Gründer Jobst Bittner zitierte in seinem Input einen Vers aus dem Propheten Jeremia, der in den Synagogen an Rosch HaSchana gelesen wird: „Der HERR ist mir erschienen von ferne: Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte. Ich will dich wiederum bauen, dass du gebaut sein sollst, du Jungfrau Israel; du sollst dich wieder schmücken und mit Pauken ausziehen im fröhlichen Tanz (Jer. 31,3-4).“ Rosch HaSchana sei der Ausdruck des Vertrauens in einen treuen und wunderbaren Gott, über den wir uns von Herzen freuen. So war auch dieser Abend von Freude, Musik und Tanz geprägt sowie dem Klang des Shofars, das man traditionell 100 mal am Neujahrstag hören soll.

Sie haben die Veranstaltung leider verpasst? Kein Problem, die Sendung kann man auf YouTube nachschauen:  

https://youtu.be/9EyOuUZ0AfU

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