Pastoren heißen die Bewegung bei einem Visionstreffen in Bukarest willkommen
In der rumänischen Hauptstadt Ende Oktober stellte ein Team um Jobst und Charlotte Bittner rund 20 Pastoren und Leitern die Vision vom Marsch des Lebens und die Botschaft der „Decke des Schweigens“ vor.
Zunächst stand die deutsche Verantwortung für den Holocaust und den Zweiten Weltkrieg im Mittelpunkt. Nachkommen deutscher NS-Täter, die in Rumänien im Einsatz gewesen waren, baten öffentlich um Vergebung für die Taten ihrer Großväter. Ihre persönlichen Worte bewegten die Teilnehmer zutiefst.
Ebenso offen kam anschließend die rumänische Verantwortung für den Holocaust zur Sprache. Zwar gibt es heute zahlreiche Gedenkinitiativen, auch auf staatlicher Ebene. Im kollektiven Gedächtnis des Landes ist jedoch bis heute nicht angekommen, dass Rumänien unter Marschall Ion Antonescu selbst für die Ermordung von mindestens 280.000 Juden verantwortlich war. Damit hat nach Deutschland kein anderes Land in Europa so große Schuld bei dem Versuch auf sich geladen, das jüdische Leben während des Holocaust auszulöschen.
Weil sich Judenhass heute auch in Rumänien ausbreitet, in den sozialen Medien, aber ebenso in Kirchen, Gemeinden und der ganzen Gesellschaft, waren sich die anwesenden Pastoren einig: „Wir brauchen den Marsch des Lebens und die Botschaft der Decke des Schweigens in Rumänien, und wir heißen sie herzlich willkommen.“
Beim Visionstreffen begannen zudem die ersten Planungen für zwei Veranstaltungen. Voraussichtlich im März 2027 soll ein nationales Seminar zur Decke des Schweigens in Bukarest stattfinden. Für Juni 2027 ist ein Marsch des Lebens in der Hauptstadt geplant.
